Autosuggestion

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Bis zu Émile Coué (1857-1926) war AUTOSUGGESTION ein psychologischer Terminus technikus unter vielen; seit Coués weltweiten Erfolgen ist Autosuggestion weltbekannt. Schon in den Jahren um den Ersten Weltkrieg kamen jährlich mehrere zehntausend Rat und Hilfe Suchende aus aller Welt in Coués unentgeltliche öffentliche Seáncen nach Nancy. Sie kamen mit den großen ungelösten Gesundheits- und Lebensproblemen bis aus Amerika und Australien, bei denen ihnen niemand hatte helfen können. Aus den täglich außer sonntags vier zweistündigen öffentlichen Sitzungen mit jeweils ca. 50 Personen wurden erstaunlicherweise keine Misserfolge berichtet sondern, im Gegenteil, die erstaunlichsten Ergebnisse. "Ich habe nie jemand geheilt! Die Kraft, die Sie mir zuschreiben, müssen Sie bei sich selbst suchen." empfing Coué seine Besucher und wurde noch deutlicher: "Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit." Die Méthode Coué war voll auf Persönlichkeitsmehrung angelegt. Wann hat sonst ein Therapeut so deutlich die Wahrheit über seinen Einfluss gesagt? Um zu demonstrieren, dass es nicht auf ihn sondern auf jeden selbst ankommt, las er anfangs Heilungsberichte von Menschen aus fernen Ländern vor, die ihn nie gesehen sondern nur sein kleines, in ca. 30 Sprachen übersetztes Büchlein gelesen und die Anweisungen befolgt hatten. Mit einfachen Experimenten demonstrierte er darauf die Macht der Gedanken. So mussten z.B. alle ihre Hände fest verschränken und dann rasend schnell wiederholen: "Ich kann meine Hände nicht öffnen. Ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann nichgt ...." Und wenn sie die Hände dann nach 1 Minute nicht mehr auseinanderbrachten, kommentierte Coué lächelnd: "Wer so gut denken kann wie Sie, der sollte nie denken: ´Ich kann nicht´!" um abzuschließen: "Wer so etwas einmal erlebt hat, der weiß, was Denken ist." Dann erfolgte eine allgemeine Ansprache an alle Organe und Kräfte von Körper, Seele und Geist, wobei ihnen alles für eine gedeihliche Entwicklung Nötige zugesprochen wurde. Der Mensch füttert stets nur den Körper, bei Coué gab es endlich Nahrung für Geist und Seele und deren Kräfte. Coué bereiste schließlich ganz Europa und war zu je zwei großen Tourneen ind der Schweiz und den USA unterwegs. Am 2.Juli 1926 starb er erschöpft in Nancy. Geboren war er am 27.Februar in Troyes worden. Im Internationalen Coué-Jahr 2007 konnte sein 150.Geburtstag gefeiert werden.

Literatur: Coué, Emil: - Die Selbstbemeisterung durch bewusste Autosuggestion, Schwabe, Basel - Was ich sage, Schwabe, Basel - Autosuggestion (beide Schriften in einem), Ösch, Zürich, 1990 Neffe, Franz Josef: - Lebensschlüssel Autosuggestion, Pfaffenhofen 2007 (mit ausf.Literaturverz.) - Die neue Ich-kann-Schule, Pfaffenhofen 2007/5.Aufl.

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